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Der Füllenbruch-Betrieb

Der Füllenbruch-Betrieb, die Werkstatt für Menschen mit geistiger Behinderung, besteht seit dem 01. Januar 1987. Er ging aus der am 01. Dezember 1980 in Herford gegründeten Zweigwerkstatt der Lebenshilfe Lübbecke e.V. hervor. Mittlerweile ist die Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Kreisvereinigung Herford e.V. alleinige Gesellschafterin der Herforder Werkstätten gGmbH, deren älteste und größte Werkstatt der Füllenbruch-Betrieb ist.

Im Füllenbruch-Betrieb arbeiten 380 Menschen mit geistiger Behinderung in den Bereichen Holz, Metall, Gartenpflege, Hauswirtschaft, Recycling, Industriemontage und Verpackung, ihren Bedürfnissen und intellektuellen Fähigkeiten entsprechend.

Soziales Dienstleistungs- ...

Als Werkstatt für Behinderte ist der Füllenbruch-Betrieb ein duales Unternehmen.

Zum einen ist der Füllenbruch Betrieb ein soziales Dienstleistungsunternehmen:

"Arbeit ist mehr als Beschäftigung" heißt es im Grundsatzprogramm der Lebenshilfe. "Der Alltag der erwachsenen Menschen wird in unserer Gesellschaft wesentlich durch das Arbeitsleben ausgefüllt. Auch dem Menschen mit geistiger Behinderung gibt die Arbeit die Möglichkeit zu Selbstbestätigung, Selbständigkeit, sozialer Anerkennung und zum Leben in Gemeinschaft. Erfahrungen im Arbeitsleben können die Perönlichkeits- und Sozialentwicklung positiv beeinflussen."

... und Wirtschaftsunternehmen

Zum anderen ist der Füllenbruch-Betrieb als Wirtschaftsunternehmen und Teil der Herforder Werkstätten gGmbH ein anerkannter Partner der heimischen Wirtschaft. Mit den Bereichen Holz, Metall, Gartenpflege, Recycling, Industriemontage und Verpackung ist der Betrieb auf vielen Märkten aktiv. Die breite Produktpalette ergibt sich aus der Orientierung an der mittelständisch geprägten heimischen Region, aber auch aus der Vielfalt der Arbeitsangebote, die den Menschen mit geistiger Behinderung, die möglichst ihren Interessen und Fähigkeiten entsprechend arbeiten möchten, zur Verfügung gestellt werden.

"Im Produktions- und Arbeitsbereich der Werkstatt für behinderte Menschen muss der Anspruch zum Tragen kommen, dass der Mensch nicht für die Arbeit, sondern die Arbeit für den Menschen da ist. Arbeitsabläufe und Arbeitsaufträge sind so zu gestalten, dass unterschiedliche Fähigkeiten des einzelnen Mitarbeiters mit Behinderung angesprochen und erweitert werden. Vielfalt und Unterschiedlichkeit müssen Vorrang vor Stetigkeit und Monotonie bei der Gestaltung der Arbeitsabläufe haben," sagt das Grundsatzprogramm der Lebenshilfe.

Eine Aufgabe, die immer wieder hohe Anforderungen an das qualifizierte Fachpersonal aus unterschiedlichen Berufsgruppen stellt.

Die Fachkräfte zur Arbeits- und Berufsförderung verfügen neben einer meist handwerklichen oder technischen Berufsausbildung über eine Sonderpädagogische Zusatzausbildung.

Der Berufsbildungsbereich

Nach dem Ende der Schulzeit beginnt auch für Menschen mit geistiger Behinderung der "Ernst des Lebens".  Ihr Arbeitsleben beginnt im Berufsbildungsbereich der Werkstatt, den sie in der Regel zwei Jahre besuchen. Unterschiedliche Fertigkeiten und Neigungen werden entwickelt, erlernt und ausprobiert. Behutsam lernen die Beschäftigten das Werkstattleben und den Arbeitsalltag kennen. Nach Abschluß des Berufsbildungsbereiches, folgt der Wechsel in den Arbeitsbereich.

Der Arbeitsbereich

Zur Zeit gibt es im Füllenbruch-Betrieb fünf Montagegruppen, eine Holz-, eine Metall- und eine Gartengruppe.

In den Arbeitsgruppen werden vorrangig Lohnaufträge für die heimische Industrie ausgeführt.

Mit Garten-, Kindermöbeln und Spielzeug werden in der Holzwerkstatt auch eigene Produkte gefertigt.

Der Förderbereich

Menschen mit Schwerstmehrfachbehinderung werden im Förderbereich der Werkstatt betreut. Wie der Name schon sagt, steht hier die Betreuung und Förderung im Vordergrund. Aber auch Menschen mit einer Schwerstmehrfachbehinderung werden nach Möglichkeit in den Produktionsprozess eingebunden.

Die Begleitenden Dienste

Für die Menschen mit geistiger Behinderung ist der Füllenbruch-Betrieb mehr als ein Ort der Leistungserstellung. Er ist Lebensraum, der über den Sozialen und den Psychologischen Dienst die individuelle psychosoziale Betreuung gewährleistet.

Die Arbeitsbegleitenden Maßnahmen, die Sport- und Bewegungsangebote und die Vorruhestandsbegleitung, in der ältere MitarbeiterInnen verschnaufen können, runden das Angebot ab.

Infrastruktur

Die im Füllenbruch-Betrieb beschäftigten Menschen mit Behinderung haben Anspruch auf ein Mittagessen, das in der Kantine eingenommen wird.

So weit öffentliche Verkehrsmittel auf Grund der Behinderung nicht in Frage kommen, erleichtern eigene Buslinien den Arbeitsweg.

Qualität

Der Füllenbruch-Betrieb ist nach der Qualitätsnorm DIN ISO 9001:2000 zertifiziert.

Gemäß § 140 des Sozialgesetzbuches IX können 50% der Lohnkosten auf die Ausgleichsabgabe angerechnet werden.

 
Füllenbruch-Betrieb
Adresse:
Kartenansicht
Ackerstraße 31
32051 Herford
Telefon: 0 52 21 / 9 15 3 - 0
Telefax: 0 52 21 / 9 15 3 - 160
E-Mail info@herforder-werkstaetten.de